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2009 Schülerin ist deutsche Jugendmeisterin im Boxen

Friedberger Allgemeine vom 17.10.2009

„Wirbelwind“ hat keine Angst um seine hübsche Nase

Friedberg (scha) - Um diese hübsche Nase wäre es wirklich schade, wenn sie einen heftigen Faustschlag abbekäme. Passieren könnte dies der zierlichen Boxerin Christina Rupprecht schon. Doch bei ihren bisher fünf Kämpfen hat immer die 17-Jährige ausgeteilt und weniger ihre Gegnerinnen. Die Schulkameraden an der Friedberger Fachoberschule (FOS) haben es ihrer Mitschülerin aus Augsburg-Herrenbach bislang jedenfalls nicht angesehen, dass sie im Boxring antritt. Doch seit Christina deutsche Jugendmeisterin im Papiergewicht ist, hat sich dies herumgesprochen.

Trotzdem braucht niemand vor ihr Angst zu haben. Auch nicht Schulleiter Rainer Lipczinsky, der für ein Foto mit seiner sich durchboxenden Schülerin posierte. „Sie ist sehr nett, aber anscheinend auch sehr schlagkräftig“, beschreibt der Schulleiter die 17-Jährige.

Auf der Internet-Seite des Bayerischen Amateur-Box-Verbandes wird Christina Rupprecht als „Wirbelwind“ beschrieben, „deren Boxstil sehr an Regina Halmich erinnert“. In ihren ersten beiden Kämpfen gaben ihre Gegnerinnen schon in den ersten von drei Runden auf. Die Taktik der Fachoberschülerin lautet: „Ich gehe immer nur nach vorne und nie zurück.“ Angst, dass einmal in einem Kampf ihre Nase brechen könnte, hat Christina Rupprecht keine. „Wir schlagen ja nicht so hart zu wie im Schwergewicht.“

Die Fachoberschülerin zählt wie ihre Kontrahentinnen mit unter 46 Kilo zum Papiergewicht. In ihrer Gewichtsklasse ist es gar nicht so einfach, Gegnerinnen zu finden. Deshalb hat die Boxerin bisher nur fünf Kämpfe bestritten. So will sie auch mithilfe ihrer Trainer Alexander und Sergej Haan (Boxclub Haan Augsburg) weiter Erfahrung sammeln. Das sei nötig, damit ihr großer Traum in Erfüllung gehen kann, 2012 bei den Olympischen Spielen in London zu boxen: „Das wäre der Hammer, wenn ich das schaffen würde.“

Dann besucht die derzeitige Elftklässlerin möglicherweise noch die FOS und die Mitschüler könnten Daumen drücken. Auch wenn Christina bis zu zehn Stunden pro Woche trainiert, steht die Schule für sie nicht hintan. Die Realschule hat die 17-Jährige mit einem Notenschnitt von 1,2 beendet. Erste Noten von der Friedberger FOS stehen noch aus. Dass sie dorthin gewechselt ist, hat sie nicht bereut. Friedberg ist für die Schülerin kein Fremdland. Von dort kommt ihre Mutter und ihre Oma lebt nach wie vor dort.

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Artikel in der Friedberger Allgemeinen vom 5.12.2009:



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