2009 Theater "Kontrabass"
Stefan Pschibilla spielt den „Kontrabass“
Süskinds „Monolog eines unstillen Trinkers“ (Theater heute) gehört seit der Uraufführung von 1981 in München zu den meist gespielten Theaterstücken auf Deutschlands Bühnen. Für die 12. Klassen kam Stefan Pschibilla am 16.12. und 17.12.2009 an die FOS und interpretierte den namenlosen Musiker als eine schillernde Figur: Eine Persönlichkeit, die einerseits permanent ihre Bedeutungslosigkeit als Musiker unterstreicht, andererseits davon träumt, einmal aus der vorgegebenen Spur auszubrechen und mit einem Schrei des Namens seiner Angebeteten („Sarah“) kurz vor einer Aufführung einen alles übertönenden Knalleffekt zu landen und damit „die Vorstellung zu schmeißen“.
Einige Stimmen unserer Schülerinnen und Schüler zur Aufführung:
„Ein melancholischer Typ, der sich selbst bemitleidet und sich über alles aufregt, ganz egal, worüber. Hauptsache er findet eine Kleinigkeit, über die er sich ärgern kann.“
„Ausziehen hätte jetzt nicht sein müssen, aber sonst wars genial.“
„Grandiose Leistung, das ganze Buch wörtlich auswendig zu lernen!“
„Gefallen haben uns die aktuellen Bezüge auf uns FOS-Schüler und auf unsere Lehrer. Schade, dass Sie das Stück nicht gesehen haben, Herr Braun!“
„`Saraaaaaaaaaaaaah`,- ähnlich der verschiedenen Tonlagen des Schreies verlief die Vorstellung: phasenweise spannend, aber auch mit langwierigen Schwachstellen. Überzeugen konnte Pschibilla bei der Darstellung der Extreme des Kontrabassisten. Die Vorlage gab aber auch nicht mehr her.“
„Ein bewegendes Stück über einen verzweifelten Kontrabassisten, der sich unsterblich verliebt hat“.
„Pschibilla überzeugte durch sein Können und zeigte Süskinds Stück aus einer tollen, sarkastischen Sicht.“
„Das Stück lebt vom Humor und Sarkasmus des Schauspielers, auch wenn meiner Meinung nach die Figur mit noch ganz anderen Facetten hätte gespielt werden können. Die witzigen Stellen im Buch gestaltete der Darsteller aber sehr geschickt“.
„Gerne wieder so eine Theateraufführung an unserer Schule!“
Zuletzt bleibt die Frage, aber nur am Rande: Können Sie wirklich den Kontrabass spielen, Herr Pschibilla?
Ruth Balling

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