2010 Klassenfahrt nach Scherneck
Nachdem wir den ursprünglich für den 6. Mai von Frau Hublitz organisierten Ausflug in den Klettergarten von Scherneck wegen Regen verschoben hatten, war es nun für die Klasse 12 WG am 20. Mai 2010 endlich soweit.
Gegen 13.10 Uhr fuhren wir von der FOS Friedberg los. Die Fahrt nach Scherneck dauerte ungefähr eine halbe Stunde. Aber nur für die wenigsten, denn der Großteil der Klasse kam mit ziemlicher Verspätung. Für McDonalds war das im Übrigen ein schöner Tag. Während wir, die Anwesenden, in die ordnungsgemäße Bedienung unserer Ausstattung eingewiesen wurden, kamen schließlich auch die letzten Abkömmlinge an, die Scherneck verzweifelt irgendwo in Aichach gesucht hatten.
Der seit gut drei Jahren existierende Kletterwald besteht aus 8 einzelnen Parcours, die unterschiedlicher Schwierigkeit und Höhe sind. Bei bis zu 14 Metern über dem Boden klettert man in schwindelerregender Höhe von einem Baum zum nächsten. Für einige von uns war schon der unterste Level eine große Herausforderung und es brauchte Einiges an Mut, die eigenen Grenzen zu überwinden. Umso stolzer und glücklicher waren wir, wenn der Parcours erfolgreich überwunden war.
Im Anschluss gab es für die Klasse noch ein pädagogisches Programm zur letzten Stärkung der Klassengemeinschaft vor dem Abitur. Unter anderem wurde die Klasse in mehrere Gruppen geteilt und in einem Kreis gegenübergestellt. Je nach Instruktion mussten die Schüler ihre Gruppe verlassen und sich durch Zurufe der anderen Gruppen zu ihnen locken lassen. Das Spiel sollte deutlich machen, wie stark die gegenseitige Sympathie innerhalb der Klasse ausgeprägt ist.
Als nächstes kamen zwei Aufgaben zum Rätseln. Die Idee dahinter: Die in zwei Gruppen geteilten Schüler werden vor ein Problem gestellt, dessen Lösung gemeinsam ausgearbeitet und umgesetzt werden muss. So galt es beispielsweise einen Schlüssel aus einer von Säure umgebenen Insel zu holen. Mithilfe des Hebelgesetzes war das allerdings so einfach, dass selbst die Gruppenleiterin über die schnelle Lösung erstaunt war, so dass wir dieselbe Aufgabe – nur mit größerem „Säuresee“ - noch einmal machen mussten. Für die „Elite“-Klasse war das aber auch dieses Mal kein Problem.
Bei der zweiten Aufgabe wurde jede Gruppe nochmal in drei Untergruppen aufgeteilt. Es sollte ein Bild zusammengesetzt werden. Ein Teil der Gruppe gab die Anweisungen, welches Teil wohin musste, während auch die zwei Gruppe Anweisungen gab: nämlich dem dritten Teil der Gruppe, deren Augen verbunden waren, wo welches Teil lag und wie es hingelegt werden musste. Das war nicht einfach, da die Instruktionen sehr genau gegeben werden mussten.
Zu guter Letzt spielten wir Chapman's 15-Puzzle, nur in größerer Ausführung. Dabei stellten wir Schüler die Steine dar, von denen jeder auf einem Stück Teppich stand, auf dessen Unterseite eine Nummer gekennzeichnet war. Dann wurde jedem Schüler eine Nummer zugeteilt. Nun musste jeder versuchen, auf 'sein' Feld zu gelangen. Dabei durfte man sich nur horizontal und vertikal bewegen. Das Problem dabei war, dass man nicht wusste, wo sein Feld war, da sich die Nummern auf der Unterseite des Teppichs befanden. Nur durch die Zurufe derer, die ein Feld gerade betraten und die Nummer ablasen, konnte man sich einigermaßen orientieren.
Am Ende des Tages waren wir alle ziemlich nass und erschöpft. Aber alles in allem war es ein gelungener und erlebnisreicher Tag, der uns ein bisschen näher zusammenwachsen ließ. Und eine optimale Vorbereitung für das Abitur nach den Ferien.
Silvio Gurks

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