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Praktikum  

Praktikum

Die 11. Klasse FOS beinhaltet neben dem regulären Unterricht auch eine fachpraktische Ausbildung. Diese hat einen Umfang von insgesamt 6 Monaten. Sie findet an unserer Schule im wöchentlichen Wechsel mit dem Unterricht statt.

Das Praktikum ist integraler Bestandteil der Ausbildung an der FOS.
Die Einteilung in die einzelnen Praktikumsstellen erfolgt durch Frau Alber, zuständig für die fachpraktische Ausbildung im Bereich Wirtschaft an der FOS Friedberg.


Die Fachpraktische Ausbildung an der FOS Friedberg

Allgemeines
Eine Besonderheit der Fachoberschule ist die fachpraktische Ausbildung in der Jahrgangsstufe 11, in der die Schüler als Praktikanten in Ausbildungsbetrieben im erwerbs- und gemeinwirtschaftlichen Bereich mitarbeiten. Sie findet ihre Fortsetzung in den fachrichtungsbezogenen Studiensemestern der Fachhochschulen.

Ziele
Erste Begegnung mit der Arbeitswelt und den dort auftretenden Problemen. Vermittlung praktischer Kenntnisse und Fähigkeiten als Grundlage für den Unterricht. Orientierungshilfe für die Berufsfindung.

Organisation
Die Schüler verbringen jeweils die Hälfte der Schultage eines Schulhalbjahres an einer qualifizierten Ausbildungsstelle. Unterricht und fachpraktische Ausbildung wechseln sich wöchentlich ab. Die Zuweisung zu den Ausbildungsbetrieben erfolgt durch den Betreuungslehrer der fpA. Wünsche der Schüler werden nach Möglichkeit berücksichtigt. Im 2. Schulhalbjahr wird die Ausbildungsstelle gewechselt.

Teilbereiche
Neben der fachpraktischen Tätigkeit im Ausbildungsbetrieb (ca. 38 Stunden pro Woche) wird vom Schüler erwartet, dass er die Praktikumsberichte ordnungsgemäß erstellt.

Pflichten
§17 FOBOSO nennt einige besonders zu beachtende Verhaltenregeln. Die Schüler müssen den Anordnungen der Ausbilder Folge leisten und eine bestehende Werkstatt- oder Hausordnung beachten. Sie dürfen kein Entgelt fordern oder entgegennehmen. Sie sind zum Stillschweigen über die der Geheimhaltung unterliegenden Angelegenheiten verpflichtet.

Bewertung
Die Leistungen in den drei Teilbereichen werden von den Betreuungslehrern in Zusammenarbeit mit den Ausbildern der Ausbildungsbetriebe beurteilt. Für die Bewertung der Gesamtleistungen zum Schulhalbjahr und zum Schuljahresende stehen mehrere Beurteilungsstufen zur Verfügung. Werden mehr als sechs Tage der fachpraktischen Ausbildung ohne ausreichende Entschuldigung versäumt, so ist sie in der Regel als "ohne Erfolg durchlaufen" zu bewerten. Das gleiche gilt, wenn der Leiter der Ausbildungsstätte wegen der Verletzung von Pflichten die Fortsetzung der Ausbildung verweigert.


Information über die fachpraktische Ausbildung im Bereich Sozialwesen

Für die Fachpraktische Ausbildung im Sozialwesen ist Frau Schuster-Braun zuständig.

1. Informationen über die äußere und innere Struktur der Einrichtung
- Ziele, Funktionen und Aufgaben der Einrichtung
- Aufbau und Organisation, z.B. Träger, Abteilungen, Aufgabenverteilung, Abgrenzung der Kompetenzen, hierarchische/kooperative Struktur, Kommunikationsstruktur
- Zusammensetzung der Zielgruppe, z.B. Gruppenstärken, Altersverteilung, Verhältnis der Geschlechter, Familienstruktur, materielle Situation, Bildungsvoraussetzungen, soziokultureller Hintergrund
- Sammeln und Sichten von Daten, Einsicht nehmen in entsprechen des statistisches Material
- Finanzierung, Herkunft und Verwendung der Mittel
- Ausstattung der Einrichtung
- Anzahl und Anordnung der Räume, Einrichtung der Zimmer, zur Verfügung stehende Materialien (Spiel-, Arbeitsgeräte, Medien etc.), Außenanlagen
- Lage/Einzugsgebiet (Standort, Bevölkerungsstruktur, verkehrsmäßige Anbindung, Umgebung, vergleichbare Einrichtungen in der Nähe)

2. Mitwirkung bei der Erziehungs-, Pflege- und Betreuungsarbeit
2.1 Beteiligung am zielorientierten Vorgehen der Einrichtung

- Erstellen eines Bildes von der aktuellen Situation und bestimmter Gegebenheiten einzelner Personen, z.B. Entwicklungsstand, Aufnahme und Entlassung, Aufenthaltsdauer, Anlass der Unterbringung oder des Aufenthalts, Diagnose
- Einblick in bestimmte Bedingungen der Einrichtung, z.B. Zusammensetzung der Gruppe, Raumteilungsverfahren, Stationsaufteilungen
- Einsichtnahme in Rahmen-, Erziehungs- oder Therapiepläne und Überlegungen zu ihrer Verwirklichung, Einbeziehung in die Ausarbeitung z.B. von Monats-, Wochen- und Tagesplänen

2.2 Mitarbeit am methodischen Arbeiten der Einrichtung, Übernahme von Aufgaben
- Aufbau von positiven Beziehungen zu den Mitarbeitern und insbesondere zu den einzelnen Personen bzw. der Zielgruppe
- Angemessene Beteiligung an den Möglichkeiten der individuellen Förderung von Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen
- Angemessene Beteiligung an gruppenpädagogischen Vorgehensweisen
- Erprobung von Möglichkeiten des individual- und gruppenpädagogischen Vorgehens in der Einrichtung
- Je nach den Umständen können die Schülerinnen und Schüler im Laufe der Zeit eine oder mehrere fest umrissene Aufgabe(n) erhalten, die sie bearbeiten bzw. lösen können. Dabei können sie auch selbstständig ein kleines Projekt planen und durchführen.
- Übungen und Durchführung von Verhaltensbeobachtungen
- Anwendung von Fachwissen in der Praxis und Überprüfung seiner Tauglichkeit
- Unterstützung bei der Pflege von alten, behinderten und/oder kranken Menschen
- Anwendung von Fachwissen in der Praxis und Überprüfung seiner Tauglichkeit
- Unterstützung bei der Pflege von alten, behinderten und/oder kranken Menschen
- Angemessene Beteiligung an der psychosozialen Betreuung von alten und/oder kranken Menschen
- Aktive und konstruktive Mitarbeit im Team
- Entwickeln von eigenen Ideen zur Realisierung von bestimmten Aufgaben
- Beteiligung an der Zusammenarbeit mit anderen Personen und Institutionen, z.B. Angehörige, Schulen, Sozialamt

2.3 Beitrag zu einer günstigen Atmosphäre bzw. einem freundlichen Klima
- Zeigen von Zuverlässigkeit, Interesse, Engagement, Hilfsbereitschaft und Verantwortlichkeit des Schülers
- Mitwirkung an der Gestaltung von äußeren Bedingungen wie beispielsweise an der Anfertigung von Wandschmuck, Bildern, Plakaten
- Mitarbeit bei der Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen, Festen, Feiern u.a.
- Mithilfe bei anfallenden Routinearbeiten

2.4 Auseinandersetzung mit dem eigenen und fremden Verhalten
- Beobachtung des erzieherischen Verhaltens der Mitarbeiter
- Beobachtung, wie das Betreuungs- oder Pflegepersonal in bestimmten Situationen vorgeht
- Handhabung von möglichen Konflikten, die mit Mitarbeitern oder den einzelnen Personen bzw. der Zielgruppe entstehen
- Beobachtung des eigenen Verhaltens und der Wirkungen, z.B. bezüglich der Mitarbeiter, Vorgesetzten
- Akzeptierung und Verwertung von Kritik
- Anpassung des eigenen Verhaltens in Richtung professionelles Handeln

3 Reflexion über Erfahrungen und deren Aufarbeitung
3.1 Reflexion über Lernerfahrungen in fachlicher Hinsicht

- Anforderungen an einen sozialen Beruf im Hinblick auf Fachkenntnisse
- Nachvollziehen der eigenen Lernprozesse mit Hilfe von Fachwissen
- spezielle Vorgehensweisen, Methoden und Techniken in einzelnen Arbeitsfeldern
- Möglichkeiten und Grenzen der Institution
- Bedeutung eines guten Arbeitsklimas

3.2 Reflexion über Lernerfahrungen in persönlicher Hinsicht, z.B.
- anfängliche Erwartungen und Befürchtungen
- persönliche Fähigkeiten, Stärken und Schwächen
- Vergleich von Fremdbild, Selbstbild und Wunschbild
- Entwicklung und Veränderung der eigenen Rolle als Praktikant aufgrund von Zuwachs an Kompetenzen und gegenseitigem Vertrauen sowie durch den Faktor Zeit
- physische und psychische Belastbarkeit
- Beziehungen zu anderen, z. B. Kontaktaufnahme, Pflege der Beziehungen, Entwicklung von Beziehungen im Lauf der Zeit
- Umgang mit Emotionen, z.B. Sympathie und Abneigung
- Veränderungen von Einstellungen, z.B. zu Behinderung, Alter, Krankheit
- Berufsfindung
- Probleme und schwierige Situation rechtzeitig erkennen und mit ihnen angemessen umgehen

Hier können Sie sich das Formblatt zur Bewertung des Praktikums inkl. weiterer Informationen downloaden.
 
 
©2003-2010 FOS Friedberg