Und hier der Dialog in schriftlicher Form: Arbeitsauftrag: Entwerfen Sie einen Dialog zwischen den Eltern von Claude und Chris nach dem Tod von Claude. Die Eltern von Chris und dem verstorbenen Claude kommen aus Ihrem Urlaub zurück und erfahren, dass ihr älterer Sohn, Claude, acht Jugendliche erschossen hat und schließlich beim Verlassen des Hauses von der nun eingetroffenen Polizei erschossen wurde. Die Mutter ist, als Sie von der Tat mitbekam, in Trance gefallen und war zu tiefst geschockt. Der Vater kann nicht glauben, dass ausgerechnet sein "braver" Sohn so eine schreckliche Tat begangen hat. Die Eltern sitzen zusammen im Wohnzimmer und versuchen mit dem Erfahrenen umzugehen und gleichzeitig einen Grund für diese Tat zu finden. Mutter von Claude und Chris redet mit verweinter und zittriger Stimme: "Warum sind wir nur in den Urlaub gefahren, ohne die Jungs mitzunehmen? Warum nur? Wenn wir zu Hause geblieben wären, hätte eine solche Party niemals stattgefunden und Claude würde - jetzt noch leben. " Sie sitzt still auf dem Sofa und starrt, mit den Gedanken völlig abwesend, auf ein 2 Jahre altes Familienfoto. Sie ist richtig aufgelöst. Der Vater versucht ruhig auf sie einzureden: "Beruhig dich doch Sharon! Wir müssen jetzt sachlich bleiben. Wir müssen uns doch die Frage stellen, wie unser Sohn eigentlich an so eine schreckliche Waffe gekommen und warum er dann so eine schreckliche Tat begangen hat. Was hat unseren Jungen dazu bewegt?" "John, es ist allein unsere Schuld! Wir hätten nicht wegfahren dürfen! Außerdem glaube ich, dass wir uns zu wenig um unsere Kinder gekümmert haben!" Sie ist mit den Nerven total am Ende. "Sharon, so was kannst du doch nicht sagen. Wir waren immer für die Jungs da! Wie konnte er nur so eine verrückte Tat begehen, was zum Teufel hat ihn da geritten, das versteh ich nicht!" Wie kannst du unseren toten Sohn nur als verrückt bezeichnen?", erwiderte Sharon in Tränen? Der Vater blickt den Tatsachen ins Auge und versucht seine Frau zu überzeugen: "Ich habe nicht gesagt, dass er verrückt ist, ich habe nur gesagt, dass die Tat verrückt und nicht nachvollziehbar ist. Aber das liegt bes timmt nicht dran, dass unser Junge ab und zu mal einen Joi...!" Die Mutter ist nun nicht mehr zu bremsen: "Was sagst du da?" schreit sie. " Unser Sohn hat Drogen genommen, du hast es gewusst und mir nichts davon gesagt? Was bist du nur für ein Unmensch? " Der Vater seinerseits ist nun auch richtig sauer: "Jetzt halt mal die Lu ft an, es war nur ab und zu mal ne Tüte, das hab ich in meiner Jugend auch hin und wieder mal gemacht. Da ist doch nichts dabei. Und deswegen ist er noch lange nicht drogensüchtig!" "John, du hättest es mir doch wenigstens sagen können!", sagte die Mutter verzweifelt. "Aber Sharon, ich habe es ihm versprechen müssen, er wollte nicht, dass du enttäuscht von ihm bist", erwiderte der Mann. " Aber John, wie kann es dann nur sein, dass ...?" "Wir müssen das Ganze jetzt so hinnehmen, wie es passiert ist", versucht der Mann seiner Frau beizubringen. "Ich glaube wir gehen zusammen zu einem Psychologen, mit dem wir über unsere Probleme und Erfahrungen reden können", sagte John zu seiner Frau. "Wenn du meinst, dass das hilft, dann können wir das gerne machen", sagte die Frau ein bisschen beruhigter. "Aber trotzdem, wie konnte ...?" "Jetzt hör doch endlich auf, wir müssen versuchen das Ganze zu verdrängen, bis wir darüber hin weg sind", entgegnete der Mann leicht genervt. Sharon steht nun aus dem Wohnzimmer auf, packt ihre Jacke und geht spazieren, um ihre Trauer, Wut und Verzweiflung zu verarbeiten. |
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(von Daniel Domesle und Elli Rietz) |