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Einige Textstellen in "Zwölf" weisen darauf hin, dass sich der Autor mit Existenzialismus beschäftigt hat und dies auch in den Roman eingeflossen ist. Z.B. wird der Roman "Die Pest" von Albert Camus wird White Mike von einer Freundin in Kapitel 38 empfohlen.
Deswegen haben wir uns mit dem Thema Existenzialismus beschäftigt.
Mehrere Philosophen und Autoren sind dem Existenzialismus zuzuordnen, so z.B. Kierkegaard, Nietzsche, Satre und Camus. Der Existenzialismus beschäftigt sich u.a. mit folgenden Fragen:
Was ist der Mensch?
Wodurch ist er Mensch?
Welche Aufgaben hat er?
Die Existenzialisten sind der Überzeugung, dass jeder seinen eigenen Weg wählen müsse, ohne auf allgemeine Verhaltensweisen Rücksicht nehmen zu dürfen. Entgegen der traditionellen Anschauung, dass es die moralische Wahl eine objektive Beurteilung von Gut und Böse beinhalte, gibt es, den Existenzphilosophen zufolge, keine rationale Grundlage für eine moralische Entscheidung. Nietzsche meint, jeder Mensch entscheidet selbst, was gut und was böse sei.
Das bedeutendste Thema der Existenzphilosophie ist das der Wahl. Sie ist die hervorragendste Eigenschaft des Menschen. Für sie hat der Mensch im Unterschied zum Tier oder zur Pflanze keine festgelegte Natur oder Essenz, so sogenannte "So-Sein", sondern schafft sich diese selbst, und zwar dadurch, dass er freie Entscheidungen trifft. Der Mensch ist, wie Sartre sagt, zur Freiheit verdammt.
Ist der Mensch bei Satre zur Freiheit, so ist er bei Camus zur Sinnlosigkeit verdammt: Nicht einmal der Selbstmord kann hier das Entrinnen au seiner entfremdeten Welt möglich machen. Aus diesem Widerspruch zwischen Absurdität und Heilserwartung entwickelt Camus sein Modell einer Revolte, bei der das Subjekt, immer wieder in der Art des Sisyphos gegen die Sinnleere ankämpfend, zum solidarischen Miteinander findet. ( v. M. Uhlemair)
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