Verschiedene analytische Aspekte  
  Im Folgenden werden folgende analytischen Aspekte des Romans "Zwölf" beleuchtet.
 
 
Textaufbau
 
 

Erzählperspektive

 
   
       
 
 
 
Textaufbau
 
 

Einführung der einzelnen Charaktere. Hierbei ist zu erkennen, dass die wichtigen Personen alle in einem eigenen, jedoch sehr kurzen (meist nur 1-2 Seiten) Kapitel, eingeführt werden. (Mike, Andrew, Lionel, Chris, Claude, Sara, Charlie, Jessica) Nicht so wichtige Personen werden in verschiedenen Kapiteln zusammen vorgestellt (Timmy und Mark, Molly und Tobias, Eltern von Mike, Hunter und Nana, Sean). Im weiteren Verlauf des Buches werden die einzelnen, sehr knapp gehaltenen Handlungen, der einzelnen Charaktere beschrieben. Dies passiert wieder in sehr kurzen Kapiteln (maximal 3 Seiten) und damit einer hohen Kapitelanzahl von 98 Kapiteln. Außerdem beschreibt der Autor in Rückblicken (S. 14, 24, 37, 53 etc), Geschichten aus der Vergangenheit von Mike, die viel über seinen Charakter und den Grund für seine jetzige Lage berichten. Die einzelnen Handlungen sind alle auf den Höhepunkt des Buches ausgerichtet, das Massaker von Claude im Haus von Chris. Erst dort werden alle verschiedenen Charaktere zusammengeführt, die zuvor unabhängig voneinander agiert haben und nur indirekt miteinander zu tun hatten.

 
       
 
Erzählperspektive
 
    Der Roman wird von verschiedenen personalen Erzählern erzählt. Es wird aus den beschränkten Perspektiven von verschiedenen Personen (meist White Mike, aber auch Jessica,...) erzählt.  
     
  Redeweisen  
    Der Roman enthält die verschiedensten Redeweisen. Hauptsächlich verwendet der Autor die direkte Rede, was es für den Leser interessanter und lebendiger macht. ( z.B. S. 22, 51, 52, 58, 59 etc). An manchen Stellen verwendet der Autor aber auch die indirekte Rede. (z.B. S. 84). Vereinzelt kann man auch einen Inneren Monolog erkennen, wie auf den Seiten 76 und 117. Auf Seite 106 könnte auch noch ein Bewusstseinsstrom sein, wobei der mit der direkten Rede vermischt ist. ("Nein!")  
     
  Erzählweise  
    Der größte Teil des Romans wird in szenischer Form erzählt. Der Leser lernt so die Beziehung zwischen den einzelnen Personen besser kennen und im ganzen wirken die Begegnungen so lebendiger. Die Flashbacks, mit denen der Autor die Vergangenheit von Mike aufarbeitet, sind als Erzählbericht verfasst und geben nur die Fakten wieder, die in der Vergangenheit vorgefallen sind. (außer die Szene, wo er zum Arzt geht um seine Akne entfernen zu lassen)  
     
  Zeitgerüst  
    Die Zeitdeckung verwendet der Autor immer dann, wenn es zur Begegnungen zwischen zwei Charakteren kommt. (S. 69/70, 83, 110/111 etc.) Ansonsten vor/nach den Begegnungen und bei den Rückblicken auf Mikes Leben kommt die Zeitraffung zum Einsatz, die das Geschehene zusammenfasst und die Geschichte so vorantreibt. Bei den Rückblicken ist zu beachten, dass sie mehr gerafft werden mussten wie die anderen Szenen.  
   
Stefan Mayer, Denis Mir